• DACHVEREIN REICHENSTRASSE e.V.

    ...mehr als Jugendarbeit

    Team Reichenstrasse

    DV Reichenstrasse e.V. - Reichenstraße 1 - 06484 Quedlinburg
    Tel.: 03946 / 26 40 - Fax: 03946 / 52 54 70 - E-Mail: info[a]reichenstrasse.de

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  • Der Fremde

    im Studiokino Eisenstein
    26.03., 29.03., 30.03., 31.03.2026 um 17.30 und 20.15 Uhr

    Der Fremde

    Dieser Film läuft im Rahmen des 24. Quedlinburger Bücherfrühlings Foto: Neue Visionen Filmverleih

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  • Love me tender

    QUEERFILMNACHT, immer am ersten Mittwoch des Monats
    01.04.2026 um 20.15 Uhr

    Love me tender

    Clémence, eine Anwältin, trennt sich von ihrem Ehemann Laurent, um zu sich selbst zu finden. ... Foto: Salzgeber & Company Medien

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  • Hamnet

    im Studiokino Eisenstein
    02.04., 05.04., 06.04., 07.04.2026 um 17.30 und 20.15 Uhr

    Hamnet

    Dieser Film läuft im Rahmen des 24. Quedlinburger Bücherfrühlings. Foto: Universal Pictures Germany

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  • MARTIN BERKE

    'Versöhnlichkeitsstörung'
    KABARETTgenial am 10.04.2026 um 20.00 Uhr

    Martin Berke

    Hätte ich was Ordentliches gelernt, müsste ich jetzt nicht diesen Text schreiben, ... Foto: martin-berke.de

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  • Uta

    im Studiokino Eisenstein
    09.04., 12.04., 13.04., 14.04.2026 um 17.30 und 20.15 Uhr

    Uta

    Uta lebt in einfachen Verhältnissen und hat viele Schicksalsschläge erdulden müssen. ... Foto: GMfilms

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  • Lobsterbomb

    plus The Raccoonz
    Konzert am 18.04.2026 um 20.00 Uhr

    Lobsterbomb

    Die Berliner Post-Punk-Band Lobsterbomb ist laut, roh und ehrlich ... Foto: unlost films

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  • Die professionellen Nostalgiker

    im Studiokino Eisenstein
    16.04., 19.04., 20.04., 21.04.2026 um 17.30 und 20.15 Uhr

    Die professionellen Nostalgiker

    Michel und seine Frau Hélène führen ein, nach allen Regeln der Kunst, beschauliches Leben. ... Foto: Neue Visionen

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  • Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

    im Studiokino Eisenstein
    23.04., 26.04., 27.04., 28.04.2026 um 17.00(!) und 20.15 Uhr

    Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

    Joachim wird überraschend an der renommierten Schauspielschule in München aufgenommen ... Foto: Warner Bros. Germany

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  • Gelbe Briefe

    im Studiokino Eisenstein
    30.04., 03.05., 04.05., 05.05.2026 um 17.30 und 20.15 Uhr

    Gelbe Briefe

    Derya und Aziz sind ein angesehenes Theaterpaar in Ankara und führen ein erfülltes Leben mit ihrer 13-jährigen Tochter. ... Foto: Alamode

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  • Nono Electra (NL)

    Kneipenkonzert
    am 08.05.2026 um 20.00 Uhr

    Nono Electra

    Nono Electra ist Jessie Leyten, eine Ein-Frau-Band mit Gitarre, Gesang und ein selbstgebautes Holzkasten-Schlagzeug. Foto: Obed Brinkman

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  • HENNING RUWE & MARTIN VALENSKE

    'Dumm gelaufen'
    KABARETTgenial am 09.05.2026 um 20.00 Uhr

    Ruwe und Valenske

    Satire für politisch inkorrekte Zeiten ... Foto: Nancy Ludwig

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  • Als wäre es leicht

    im Studiokino Eisenstein
    07.05., 10.05., 11.05., 12.05.2026 um 17.30 und 20.15 Uhr

    Als wäre es leicht

    Florian ist sehbehindert und würde lieber von Arbeitslosengeld leben. ... Foto: Port au Prince Pictures GmbH

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  • It's not over Jeff Buckley

    im Studiokino Eisenstein
    14.05., 17.05., 18.05., 19.05.2026 um 17.30 und 20.15 Uhr

    It's not over, Jeff Buckley

    Bisher noch nicht öffentlich gesehenes Filmmaterial, exklusive Sprachnachrichten und Berichte aus dem inneren Kreis des berühmten Singer-Songwriters ... Foto: Piece of Magic Entertainment

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  • Die Skeptiker

    plus C***sored
    Konzert am 23.05.2026 um 20.00 Uhr

    Die Skeptiker

    Die Skeptiker XL: Vierzig Jahre Punkrock ... Foto: Pressefoto

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  • Rose

    im Studiokino Eisenstein
    21.05., 24.05., 25.05., 26.05.2026 um 17.30 und 20.15 Uhr

    Rose

    Während der Wirren des 30-jährigen Krieges taucht ein rätselhafter Soldat in einem abgelegenen protestantischen Dorf auf ... Foto: Piffl Medien GmbH

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  • Monsieur Robert kennt kein Pardon

    im Studiokino Eisenstein
    28.05., 31.05., 01.06., 02.06.2026 um 17.30 und 20.15 Uhr

    Monsieur Robert kennt kein Pardon

    Nach mehr als drei Jahrzehnten im Schuldienst steht für Grundschullehrer Robert Poutifard der Ruhestand bevor. ... Foto: 24 Bilder

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  • Guitar Wolf ギターウルフ (JPN)

    plus The Yucca Spiders
    Konzert am 30.05.2026 um 20.00 Uhr

    Guitar Wolf

    „Don’t move needle, just red zone“ ... Foto: guitarwolf.net

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  • INES RZANNY

    'Ines‘ Sternenzauber'
    KABARETTgenial am 05.06.2026 um 20.00 Uhr

    Ines Rzanny

    Astrologische Häppchen to go... ... Foto: Michael Holch

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Deutsch-Albanische Lesung

mit André Schinkel, Gentian Çoçoli, Gerda Dalipaj, Eckehard Pistrick

Die Lesung lädt ein zu einer literarischen Begegnung mit Albanien - einem ebenso nahen wie fernen europäischen Land und eröffnet literarische Blicke jenseits der Klischees vom wilden Balkan. Es zeigt uns durch Innen- und Außenansichten ein Land im postsozialistischen Umbruch, ein Land der Widersprüche in dem die rebellischen Stimmen der Jugend viel zu selten zu hören sind. Gleichzeitig bietet die Veranstaltung eine Möglichkeit der Begegnung von mitteldeutschen mit albanischen Autoren und die Chance zum Reflektieren über eine geteilte sozialistische Vergangenheit. Die Veranstaltung präsentiert im Rahmen der Interlese des Friedrich-Bödecker-Kreises erstmals den albanischen Dichter Gentian Çoçoli der deutschen Öffentlichkeit. Lesen wird ebenfalls der renommierte mitteldeutsche Literat André Schinkel, der 2006 den Joachim-Ringelnatz-Nachwuchspreis für junge Lyriker erhielt. Abgerundet wird die Veranstaltung durch den Dokumentarfilm "Tirana Ivi Punk" des jungen albanischen Regisseurs Joni Shanaj, der mit seinen Filmen bereits Albaniens Vertreter für den Oscar Wettbewerb war.

André Schinkel, geboren 1972 im sächsischen Eilenburg, lebt in Halle (Saale). Ausbildung zum Rinderzüchter mit Abitur, Studium der Germanistik und Prähistorischen Archäologie. Freier Autor, Lektor, Kritiker und Nachdichter, seit 2005 Chefredakteur der Literaturzeitschrift "oda - Ort der Augen". Fünfzehn Bücher, zuletzt "Parlando" (2012) und "In Sina Gumpert war ich jung verliebt" (2012). Jüngst war er 2014 im Rahmen des Villa-Rosenthal-Stipendiums Stadtschreiber von Jena. Seine eigenen Texte wurden in dreizehn Sprachen übersetzt, er dichtet aus dem Bosnischen, Serbischen, Kroatischen, Englischen und Altägyptischen nach. André Schinkel liest  aus seinem Werk "Löwenpanneau": Die von 1990 bis 2007 entstandenen Gedichte, kühl, einsam und fern aller überflüssigen Korrespondenz, zeigen die Begabung André Schinkels, der in dieser Zeit einen desillusionierenden Blick aufs Leben tat und diese Chance begriff. Das Ergebnis ist ein größerer Welt- und Genauigkeitsgehalt, mehr Klarheit. So ist "Löwenpanneau" ein aus der Fülle und dem Abraum gewachsenes Buch, keines mehr aus der Notwendigkeit des Zukleisterns der Leere.

Gentian Çoçoli wurde 1972 in Gjirokastër, Albanien geboren. Nach einem Geschichts- und Geographie-Studium beschloss er sich ganz der Literatur zu widmen. Mehr als 10 Jahre arbeitete er als freischaffender Künstler, nahm 2006 am International Writing Program der Iowa Universität in den USA teil, und ist derzeit im Albanischen Kultusministerium für die Literaturabteilung zuständig. 1996 gründete er "Revista Aleph", eine vierteljährliche Literaturzeitschrift, die sich in der jungen albanischen Schriftsteller- und Übersetzerszene schnell einen Namen machte. Çoçoli hat mehrere Anthologien mit bedeutenden Dichtern des 20. Jahrhunderts wie Wallace Stevens, T. S. Eliot, Seamus Heaney, Miroslav Holub, Paul Valéry, Tomas Venclova, Tomas Tranströmer, Odiseas Elitis, Jorgos Seferis erstmals auf Albanisch herausgegeben. Seine Übersetzungs- und Nachdichtungen umfassen mehr als 30 europäische und amerikanische Dichter, die er in seinem Verlagshaus Aleph Press selbst verlegt hat. Von ihm sind bisher drei Gedichtbände erschienen: "Qytetërime të përkohshme" (Zeitweilige Zivilisationen 1995), "Perimetri i Hirit" (Der Umfang der Asche), für den er 2001 den Preis für das beste Buch des Jahres in Albanien erhielt, und zuletzt "Dheu njerëzor" (Menschliche Erde 2006) . Einige seine Werke wurden vom anerkanntesten Übersetzer aus dem Albanischen, Joachim Röhm, ins Deutsche übertragen.

Die Wahl-Quedlinburgerin Gerda Dalipaj wurde 1977 in Elbasan geboren und lebt seit 2010 in Deutschland. Sie stammt aus einer vom kommunistischen Regime verfolgten Familie. 2004-2008 Ethnologin am Institut für Volkskultur in Tirana, seit 2008 an der Universität der Provence. In ihren Gedichten, die im Wechselspiel mit ihrer ethnologischen Feldforschung in ländlichen Regionen Albaniens entstanden, stößt man auf Nachklänge der mündlich überlieferten Volksdichtung. In den Bänden „Weit von diesem Stern“ (1996) und „Das Lösen der Knoten“ (2010) setzt sie sich mit emotionaler Detailschärfe mit den Umbrüchen und Widersprüchen ihrer Heimat auseinander. Bis zum Erscheinen der ersten deutschen Übersetzungen in Manuskripte (173/2006) blieb sie aber außerhalb ihrer Heimat weitgehend unbekannt. Gerda Dalipaj zählt zu den großen Nachwuchshoffnungen der post-kommunistischen albanischen Literatur. Sie wird aus Ihrem jüngsten Gedichtband "Tranzivore" (2012) und aus den bisher unveröffentlichten Gedichten "Aus der deutschen Provinz" lesen.

Eckehard Pistrick bietet als Ethnologe und Schriftsteller eine Außensicht auf Albanien, das er seit 2004 kontinuierlich bereist hat. Ergebnis seiner Arbeit ist das semi-fiktive Reisetagebuch „Versteckte Stimmen“ (2009) mit einem ethnographischen Außenblick im Telegrammstil. Inspiriert von seiner ersten Konfrontation mit der widersprüchlichen albanischen Wirklichkeit im Jahr 2004, die unentschieden zwischen Fortschrittsrhetorik und Traditionsbewusstsein schwankt, hat er emotionale Höhen und Tiefen bei der Begegnung mit der albanischen Dorfbevölkerung in einen Prosatext gearbeitet. Eckehard Pistrick lehrt Musikethnologie an der Martin-Luther-Universität Halle und ist außerdem als Übersetzer albanischer Lyrik und als Autor für den Hörfunk tätig.

Der knapp einstündige albanisch-schwedische Dokumentarfilm "Tirana Ivi Punk" (2001) von Joni Shanaj versucht auf phantasievolle Art und Weise die Rekonstruktion der Lebensgeschichte des ersten und vielleicht letzten Punks der albanischen Hauptstadt Tirana.

Nach sieben Jahren kehrt Joni Shanaj nach Tirana zurück, um das Porträt eines gewissen Ivi zu drehen. Er hat ihn zwar nie gekannt, erinnert sich aber an die Gerüchte, die um diesen Mann kursierten: Ivi war der erste albanische Punkrocker. Schon bei seiner Ankunft in Tirana erfährt Shanaj, dass Ivi leider 1998 an einer Überdosis gestorben ist. Also beginnt er, bei all jenen nachzuforschen, die von der Zeit des Widerstands bis zur Diktatur in den Kreisen dieser Punkikone verkehrten.

Zuallererst erkundet er die Stadt. Seine höchst impressionistische Kamera beobachtet die Veränderungen im albanischen Alltag; sein Schnitt schließlich präsentiert uns eine beunruhigende Realität. Die PassantInnen, bei denen er nach Ivi fragt, geben völlig unterschiedliche, meist anekdotische Antworten und zeichnen uns nebenbei ein Bild der momentanen Gesinnung der Albaner und Albanerinnen. In konzentrischen Kreisen nähert sich der Regisseur FreundInnen und der Familie des Verstorbenen, die meist aus dem Off von Ivi berichten und so ein packendes, kontrastreiches Porträt entstehen lassen. Ivi kam aus einer Familie von Militärs; wiederholt saß er vorsorglich im Gefängnis, damit er nicht etwa wichtige Anlässe stören könnte. Ausgewählte Archivaufnahmen – gekonnt mit Punkrhythmen unterlegt – dokumentieren die Zeit der Unterdrückung. Über das Schicksal eines Mannes hinaus führt uns Ivi Tirana Punk an den Puls des Albaniens von gestern und heute.

 

Donnerstag, 16.10.2014 - Beginn: 19:00 Uhr

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